Endoskopie:

Mit Hilfe der Endoskopie kann man den gesamten Magen-Darm-Trakt schonend und hochauflösend beurteilen und ggf. gezielt Proben entnehmen oder Polypen abtragen.
Für die Untersuchung von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm und Dickdarm wird ein Endoskop mit eingebauter Kamera verwendet. Dieses ist in der Regel ca. 8 – 12 mm groß und flexibel. Für die Darstellung des Dünndarms kann ein Kapselendoskop verwendet werden, das Bilder des Dünndarms aufnimmt und gleichzeitig an einen Empfänger außerhalb des Körpers versendet. Mit dieser Technik kann bei speziellen Fragestellungen der Dickdarm untersucht werden.

Vorbereitung:

Vor jeder Untersuchung findet ein persönliches Aufklärungsgespräch statt. In diesem wird die Untersuchung erklärt und die Indikation, der Grund für die Untersuchung, sowie mögliche Risiken besprochen. Bitte teilen Sie uns in diesem Rahmen auch etwaige Medikamente zur Blutverdünnung mit. Diese müssen ggf. pausiert oder umgestellt werden, um ein Blutungsrisiko zu reduzieren, bzw. zu vermeiden.
Im Anschluss an das Aufklärungsgespräch werden die notwendigen Blutwerte bestimmt und (im Falle einer Darmspiegelung) die Abführpräparate mitgegeben. In diesem Rahmen werden auch Tipps für die Ernährung vor den Abführmaßnahmen erörtert und diese in schriftlicher Form mitgegeben.
Auf Wunsch kann die Endoskopie auch mittels kurzer Narkose durchgeführt werden. Hierbei werden die Atmung, der Blutdruck und die Herztätigkeit kontinuierlich überwacht.
In seltenen Fällen ist eine tiefere Sedierung notwendig (z.B. bei Verwachsungen), oder es ist eine zusätzliche Überwachung der Atmung notwendig (zum Beispiel Patienten mit regelmäßigen, starken Sättigungsabfällen beim Schlafen, unter anderem beim Schnarchen). Hierfür sind spezielle Termine reserviert, in denen die Sedierung und die Überwachung durch einen Anästhesisten durchgeführt wird.
Bitte beachten Sie, dass man 24 Stunden nach einer Narkose nicht am Straßenverkehr teilnehmen darf. Bitte organisieren Sie entsprechend eine Abholperson, die Sie nach der Untersuchung nach Hause bringen kann. Ggf. kann auch am Folgetag ein normales Arbeiten nicht möglich sein, zum Beispiel als Fernkraftfahrer. Bitte klären Sie dies rechtzeitig, falls notwendig, mit Ihrem Arbeitgeber.

Die Untersuchungen dauern in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten. Bitte beachten Sie, dass für die Vorbereitung und die Narkose ebenfalls etwas Zeit eingeplant werden muss und rechnen Sie mit circa zwei Stunden. Gerne verständigen wir entsprechend Ihre Abholperson um die Wartezeit zu reduzieren.

Vor der jeweils geplanten Untersuchung reden wir ebenfalls nochmal mit unseren Patienten, um mögliche Fragen, die in der Zwischenzeit entstanden sind, klären zu können. Nach der Untersuchung werden dann die endoskopischen Ergebnisse besprochen. Falls Gewebeproben entnommen wurden, werden die Ergebnisse der Histologie nach Erhalt an den Hausarzt weitergeleitet.

Magenspiegelung

Im Rahmen einer Magenspiegelung kann man den oberen Verdauungstrakt darstellen, nämlich den Zwölffingerdarm, den Magen und die Speiseröhre. Hierbei kann man entzündliche Veränderungen oder Geschwüre im Dünndarm und Magen oder einen Gewebeschaden durch einen Reflux (Sodbrennen) in der Speiseröhre diagnostizieren.
Durch die Entnahme von Gewebeproben sind wir des weiteren in der Lage, eine Weizenunverträglichkeit (Zöliakie) im Dünndarm oder eine Besiedlung des Magens mit Bakterien (Helicobacter pylori) auszuschließen oder zu beweisen.
Für die Magenspiegelung ist es in der Regel ausreichend, wenn Sie nüchtern zur Untersuchung erscheinen, d.h. Sie dürfen am Vorabend normal Essen und müssen lediglich auf das Frühstück (inkl. Getränke) verzichten.

Darmspiegelung

Hierbei erfolgt die Darstellung des gesamten Dickdarms und ggf. des letzten Abschnittes des Dünndarms mit einem etwas längeren Endoskop.
Der mittlerweile häufigste Grund für eine Darmspiegelung ist die Vorsorgeuntersuchung um einen Darmkrebs auszuschließen, oder Frühformen, so genannte Polypen und Adenome, rechtzeitig zu erkennen und, wenn nötig, mit einer Elektroschlinge abzutragen.
Ein weiterer Grund für eine Darmspiegelung sind unklare Bauchschmerzen oder Durchfall. Hierbei können bei Bedarf Gewebeproben entnommen werden, um eine weitere Diagnostik (z.B. bei Verdacht auf eine chronisch entzündliche Darmerkrankung) durchführen zu können.
Für die Darmspiegelung ist eine entsprechende Vorbereitung, d.h. die Einnahme von entsprechenden Abführlösungen, notwendig. Diese werden Ihnen im Rahmen des Aufklärungsgespräches ausgehändigt und die Durchführung erklärt.

Kapselendoskopie

Mit der Kapselendoskopie steht eine schonende Möglichkeit zur Untersuchung des Dünndarms zur Verfügung. Mögliche Gründe hierfür sind eine, ansonsten ungeklärte, Blutarmut sowie der Verdacht auf eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die sich anderweitig nicht beweisen lässt. In manchen Fällen stellen auch ungeklärte Schmerzen im Bauchraum den Grund für eine Kapselendoskopie dar. Bei den letzten beiden Indikationen ist eine Kostenübernahme von den gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht möglich.
Vor der Kapselendoskopie müssen Engstellen im Dünndarm ausgeschlossen werden. Im Zweifel ist hierfür eine weitere radiologische Diagnostik notwendig. Die Durchführung erfolgt nüchtern, die Einnahme einer kleineren Menge an Abführflüssigkeit kann die Bildqualität der Untersuchung zusätzlich verbessern.
Vor der Untersuchung werden Empfangselektroden am Bauch angebracht, die die Bilder, die die Kapsel aufnimmt empfangen und Speichern. Während der Untersuchung müssen Sie das Speichergerät in einer Tasche mit sich führen. Dieses und die Elektroden müssen Sie am nächsten Tag in der Praxis abgeben. Bei der Kapsel handelt es sich um ein Einmalprodukt. Diese ist für die Auswertung nicht notwendig.
Anschließend wird an einem separaten Rechner eine Auswertung des gewonnen Bildmaterials durchgeführt.

Mit Hilfe einer speziellen Kapsel, diese hat zwei Kameras anstelle von Einer, lässt sich des weiteren eine Vorsogedarmspiegelung vornehmen. Zu beachten ist hier jedoch, dass während der Untersuchung keine Verschmutzungen entfernt werden können. Des weiteren ist die Entfernung von Polypen ebenfalls nicht möglich. Die Durchführung einer Darmreinigung ist für diese Untersuchung ebenfalls notwendig und in der Regel aufwendiger als für eine herkömmliche Darmspiegelung. Darüber hinaus ist zu beachten, dass es sich hierbei in der Regel um keine Kassenleistung handelt, so dass entstehende Kosten selbst getragen werden müssen.

 

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